Gesetze

Auch wenn das Internet ein Gefühl der Anonymität und Straffreiheit vermittelt, ist es kein rechtsfreier Raum. Es gilt als öffentlicher Raum, in dem Richtlinien und Gesetze ebenso gelten wie in allen anderen Lebensbereichen. Um sich gegen widerrechtliche Handlungen im Internet zu schützen, ist es notwendig, den gesetzlich zulässigen Rahmen zu kennen.

Schweizerisches Zivilgesetzbuch

 

 

Schutz der Persönlichkeit

(Art. 28)

 

Recht auf Schutz der Privatsphäre, der eigenen Stimmt und der Darstellung der eigenen Person.

z.B. Bevor man das Foto einer Person auf einem Blog veröffentlicht, muss eine Einwilligung eingeholt werden.

 

 

Schweizerisches Strafgesetzbuch

 

 

 

Strafbare Handlungen gegen die Ehre

Üble Nachrede (Art. 173)
Verleumdung (Art. 174)
Beschimpfung (Art. 177)

 

Es ist verboten, den Ruf einer Person durch die Verbreitung von unwahren oder beleidigenden Aussagen zu schädigen.

z.B. Beschimpfungen in Chats, Blogs, usw.

 

Rassendiskriminierung

(Art. 261bis)

 

Es ist namentlich verboten, öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer  Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufzurufen.

z.B. rassistische Bemerkungen in einem Blog

 

Gewaltdarstellungen

(Art. 135)

 

Es ist namentlich verboten, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände oder Vorführungen, die grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere darzustellen, zu besitzen, herzustellen, zugänglich zu machen und in Verkehr bringen (auch auf elektronischem Weg).

z.B.  Websites, die die Folterung von Kriegsgefangenen zeigen.

 

"Weiche" Pornografie

(Art. 197)

 

Es ist namentlich verboten, Personen unter 16 Jahren pornografische Darstellungen zu zeigen oder zugänglich zu machen (auch über elektronische Mittel)

z.B. ein Erwachsener, der einem Minderjährigen eine pornografische Darstellung zeigt;
zwei Minderjährige, die über E-Mail oder Mobiltelefone Pornobilder austauschen.

 

"Harte" Pornografie

(Art. 197 Abs. 3 und 3bis)

 

Es ist namentlich verboten, Gegenstände oder Vorführungen, die sexuelle Handlungen mit Kindern oder Tieren, menschlichen Ausscheidungen oder Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben, zu besitzen, herzustellen, zugänglich zu machen und in Verkehr zu bringen (auch über elektronischem Weg).


Meldungen von illegalen Darstellungen und Websites:
www.cybercrime.ch

Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte

(Art. 179)

 

Es ist namentlich verboten, eine Person ohne deren Einwilligung zu filmen oder zu fotografieren, sowie die Aufnahmen an Dritte weiterzugeben.

z.B. das Foto einer Person ohne deren Einwilligung auf einem Blog veröffentlichen

 

Weitere Bundesgesetze

 

 

Urheberrechtsverletzung

(Art. 67 URG)

 

Es ist namentlich verboten, ein Werk unrechtmässig zu verbreiten, zu verändern oder anderen zugänglich zu machen.

z.B. Musik, Filme, usw. über P2P-Netzwerke herunterladen oder auf seinem Blog gewisse Lieder zur Verfügung stellen.

 

Unterlassung der Quellenangabe

(Art. 68 URG)

 

Die Angabe der Quelle und des Urhebers eines Werkes sind verpflichtend.

z.B. einen Text, den man auf dem Internet gefunden hat, als seinen eigenen veröffentlichen, ohne den Urheber anzugeben (Plagiat).

 

Missbrauch der Identität einer Person

(Datenschutzgesetz)

 

Es ist verboten, Personendaten einer anderen Person unrechtmässig zu beschaffen oder diese gar für gesetzwidrige Handlungen zu missbrauchen. z.B. die MSN-Sitzung einer anderen Person weiterführen, sich für diese Person ausgeben und deren Freunde beschimpfen.


21.09.2017 - 23:06:25

Link: http://www.generationat.ch/gesetze2/